SMA Cross

Eine der einfachsten Trading-Strategien ist die SMA-Cross Strategie. In dieser Trading-Strategie wird ein einfacher gleitender Durchschnitt (Simple Moving Average [SMA]) für die Signalerzeugung eingesetzt. Signale werden immer dann erzeugt wenn der Aktienkurs den einfachen gleitenden Durchschnitt kreuzt bzw. durchbricht.

Positionseröffnung

Positionseröffnung Long

Die Eröffnung einer Longposition erfolgt immer dann wenn der Aktienkurs den einfachen gleitenden Durchschnitt von unten nach oben durchkreuzt. In der nachfolgenden Grafik sehen wir das Kreuzen des einfachen gleitenden Durchschnitts am Beispiel des Dax. Immer wenn der Aktienkurs den einfachen gleitenden Durchschnitt des Dax von unten nach oben durchbricht, wird ein Kaufsignal generiert. Im Chart sind diese Stellen durch blaue Pfeile (Richtung: ) markiert. Das letzte Kauf-Signal wurde zusätzlich umrahmt.

Darstellung eines SMA
Darstellung eines SMA, Quelle: AT Pro

Positionseröffnung Short

Shortpositionen werden immer dann eröffnet, wenn der Aktienkurs den einfachen gleitenden Durchschnitt von oben nach unten durchbricht. Die Signalgebung zwischen der Eröffnung einer Longposition und der Eröffung einer Shortposition ist einfach nur vertauscht.

Wie ein solches Verkaufssignal in der Praxis generiert wird, sehen wir in der nachfolgenden Grafik. Hier ist ein 8-Stunden-Chart des Währungspaares EUR/USD dargestellt. Wir sehen, dass der Kurs den einfachen gleitenden Durchschnitt von oben nach unten durchbricht. Genau an dieser Stelle wird ein Verkaufssignal generiert. Die Stelle ist im Chart durch einen kleinen roten Pfeil (Richtung: ) gekennzeichnet.

SMA mit Verkaufssignal
SMA mit Verkaufssignal, Quelle AT Pro

Positionsglattstellung

Positionsglattstellung Long

Die Positionsglattstellung einer Longposition erfolgt in dieser Trading-Strategie immer dann wenn ein Signal für die Eröffnung einer Shortposition generiert wird.

Positionsglattstellung Short

Die Positionsglattstellung einer Shortposition erfolgt in dieser Trading-Strategie immer dann wenn ein Signal für die Eröffnung einer Longposition generiert wird.

Parametrisierungen

Schon diese einfache Trading-Strategie lässt einige Variationen zu. An folgenden Stellen können Parametrisierungen vorgenommen werden:

  • Periodenzahl des einfachen gleitenden Durchschnitts
  • Berechnungsgrundlage für den einfachen gleitenden Durchschnitt
  • Bezugskursbestandteil für das Kreuzen des einfachen gleitenden Durchschnitts

Periodenzahl des einfachen gleitenden Durchschnitts

Für die Periodenzahl des SMA gilt: Je höher die Periodenzahl desto geringer ist die Tradingfrequenz, also die Häufigkeit von Handelssignalen.

Nach unseren Recherchen, lassen sich mit höheren Periodenzahlen die besten Ergebnisse mit dieser Trading-Strategie erzielen:

TecDax, 178 Perioden
ATX, 104 Perioden
S&P500, 202 Perioden
Dax, 261 Perioden
Gold, 398 Perioden

Berechnungsgrundlage für den einfachen gleitenden Durchschnitt

Eine weitere Anpassungsmöglichkeit liegt in der Anpassung des Kurses auf welchen der einfache gleitende Durchschnitt berechnet wird. Möglich wäre bspw. auf Basis des Schluss- oder Eröffnungs-Kurses. Typischerweise wird jedoch der Schlusskurs für die Berechnung des einfachen gleitenden Durchschnitts herangezogen.

Bezugskursbestandteil für das Kreuzen des einfachen gleitenden Durchschnitts

Die letzte Anpassung besteht in der Modifikation des Kursbestandteils welcher für die Signalgebung ausschlaggebend ist. In den meisten Backtests verwenden wir hierfür den Schlusskurs, d.h. wenn der Schlusskurs den entsprechenden einfachen gleitenden Durchschnitt kreuzt, dann das jeweilige Handelssignal erzeugt.

Im Backtest auf den Dax hatten wir eine Modifikation vorgenommen. Wesentliche Verbesserungen konnten hierbei jedoch nicht festgestellt werden.

Fazit

Die Trading-Strategie zeigt sich in Trendphasen stark, in Seitwärtsbewegungen wird eine Vielzahl an Fehlsignalen generiert. Insgesamt lässt sich bei dieser Trading-Strategie eine relativ geringe Trefferquote feststellen.