ROC only

Eigentlich ist die Rate-Of-Change (ROC) ein Sekundärindikator, in dieser Trading-Strategie soll dieser jedoch trotzdem als Primärindikator verwendet werden. Wie der Name schon vermuten lässt, verwendet diese Trading-Strategie für die Erzeugung von Handelssignalen lediglich den ROC.

Positionseröffnung

Positionseröffnung Long

Eine Longposition wird in dieser Trading-Strtaegie immer dann eingegangen, wenn ein Schwellwert für den ROC von unten nach oben durchbrochen wird. Wir gehen also immer dann Long, wenn das Momentum einen definierten Wert errreicht/überschreitet.
Dieser Schwellwert sollte im Rahmen eines Backtests ermittelt werden. Theoretisch könnte der ROC auch für die Anzeige überkaufter und überverkaufter Zonen genutzt werden. In der nachfolgenden Grafik ist der Russell 2000 dargestellt.
Der Schwellwert für ein Longsignal wurde auf die Nulllinie des ROC gelegt. Wie in der Grafik dargestellt, wird ein Kaufsignal mit dem Bruch der Nulllinie generiert. Das Handelssignal ist im Chart durch einen grünen Pfeil gekennzeichnet.
ROC only Russell 2000, Kauf- und Verkaufssignal
ROC only Russell 2000, Kauf- und Verkaufssignal. Quelle: AT Pro

Positionseröffnung Short

Eine Shortposition wird, in dieser Trading-Strategie, eröffnet sobald der ROC einen definierten Schwellwert unterschreitet. Wie bei der Definition des Longeinstiegs, kann der Schwellwert variiert werden und sollte am besten im Rahmen eines Backtests ermittelt werden.
In der nachfolgenden Grafik wurde nochmals der Russell 2000 betrachtet. Der Schwellwert für die Eröffnung einer Shortposition wurde ebenfalls auf die Nulllinie gelegt. Wie in der Grafik zu sehen, generiert diese Trading-Strategie immer dann ein Handelssignal, für eine Shortposition, wenn der Schwellwert unterschritten wird.
Das Trading-Signal ist im Chart durch einen roten Pfeil gekennzeichnet.
ROC only Russell 2000, Kauf- und Verkaufssignal
ROC only Russell 2000, Kauf- und Verkaufssignal. Quelle: AT Pro

Positionsglattstellung

Die Positionsglattstellung kann bei dieser Trading-Strategie nach unterschiedlichen Kriterien erfolgen. Ist der Schwellwert für die Eröffnung einer Long- und Shortposition identisch, so wie im oben gewählten Beispiel, dann bietet sich eine Glattstellung bei jedem Richtungswechsel an.
Möglich ist jedoch auch die Definition separater Schwellen bei welchen die jeweilige Position geschlossen wird. Ähnlich der Trading-Strategie auf den RSI, kann eine Glattstellung jedoch auch nach einer definierten Anzahl von Handelstagen erfolgen.

Parametrisierungen

Gerade in der Positionsglattstellung, wurden einige Variationen für den Ausstieg aus dieser Trading-Strategie vorgestellt.
aus den bisherigen Betrachtungen lassen sich Parametrisierungen an folgenden Stellen vornehmen:
  • Periodenzahl des ROC
  • Berechnungsgrundlage für den ROC (Eröffnungskurs, Schlusskurs, …)
  • Schwellwerte für die Positionseröffnung
  • Schwellwerte für die Glattstellung der Position

Fazit

Die Trading-Strategie zeigt, dass der ROC auch als Primärindikator eingesetzt werden kann.

  • Backtests mit dieser Strategie

Bisherige Backtests zeigen, dass diese Trading-Strategie nicht die schlechteste ist. Zudem ergeben sich einige variationsmöglichkeiten:
Für eine Momentumstrategie sollte gelten:

  • Schwellwert Long > Schwellwert Short

Um den ROC für ein antizyklisches System zu verwenden gilt:

  • Schwellwert Long < Schwellwert Short