FAQ

Allgemein

  • Lassen sich die Handelsstrategien von wertpapier-strategien.de nachbilden?
  • Wie viel Zeit muss ich in den Handel von Aktien, Devisen, Fonds und Co investieren?
  • Wieviel Startkapital benötige ich um mich an der Börse zu engagieren?
  • Wie finde ich den passenden Broker?
  • Welche Aussagekraft besitzen die veröffentlichten Backtests auf wertpapier-strategien.de?
  • Wie wähle ich die richtige Aktie für meine Geldanlage?
  • Was sollte ich bei der Wahl meiner Anlagestrategie beachten?
  • Trading-Strategien und Empfehlungen gibt es mehr als Aktien, wie gehe ich damit um?
  • Warum sollte ich mein Geld in Aktien anlegen?
  • Ich habe eine Trading-Strategie mit Aktien entwickelt, bin mir aber unsicher ob sie funktioniert, wie verschaffe ich mir Klarheit?

Ja, alle unsere Handelsstrategien lassen sich grundsätzlich nachbilden. Allerdings muss an dieser Stelle eine Einschränkung vorgenommen werden. Unsere Aktienstrategien lassen sich ohne weiteres durch den direkten Kauf der jeweiligen Aktie nachbilden. Bei den Aktienstrategien sind jedoch keine Handels- und Transaktionsgebühren eingepreist. Die Performance des Backtests unter Berücksichtigung von Sekundärkosten wäre dadurch niedriger. Da jedoch je nach Handelsplatz und selbst gewähltem Broker unterschiedliche Gebühren anfallen, werden diese von uns nicht eingepreist.

Die Indexstrategien könnten theoretisch durch den Kauf aller Aktien im richtigen Verhältnis nachgebildet werden, dies ist aber nicht praktikabel. Um einen Index auf Aktien nachzubilden, existieren verschiedene Anlageprodukte. Wollen sie beispielsweise eine Geldanlage auf den Dax vornehmen und dabei eine unserer Strategien zur Anwendung bringen, so können sie dies durch den Kauf eines ETF´s erreichen. Auch bieten sich Zertifikate oder Optionsscheine an. Bei den letzten beiden genannten fallen jedoch weitere Kosten durch den Emittenten an. Bevor sie eine Geldanlage in Zertifikate oder Optionsscheine erwägen, studieren sie die Wertpapierprospekte oder weiterführende Angaben des Emittenten.

Auf diese Frage gibt es keine Pauschale Antwort. Aus unserer Perspektive heraus reichen 15-30 Minuten pro Woche. Unsere Handelsstrategien basieren auf end-of-day Daten. Je nach verfolgter Anlagestrategie reicht es die verwendeten Indikatoren 2-3 mal pro Woche zu checken. Einige Anbieter für Chart- und Aktienanalysen bieten einen so genannten ´Indikatoralarm´ an. Dabei können sie einen Chart auswählen, beispielsweise den Dax. Nach der Wahl eines Indikators (RSI, SMA, … ) und einer selbst gewählten Einstellung, erhalten sie eine Benachrichtigung falls der Indikator ein Signal auslöst. Dadurch kann der zeitliche Aufwand für ihren persönlichen Aktienhandel weiter sinken.

Handeln sie Saisonal, so kann es gar ausreichen ihr Depot nur einmal in drei Monaten zu besuchen. Der Aufwand richtet sich dabei an die selbst gewählte Handelsstrategie. Bedenken sie jedoch, dass ein höherer Zeitaufwand nicht unbedingt zu mehr Erfolg führen muss. Viele Anleger tendieren zu einem sehr aktiven Handel mit Aktien. Dabei steigen jedoch die Transaktionskosten und können Gewinne dadurch deutlich schmälern.

Das hängt ganz von den Zielen ihrer Geldanlage ab. Möchten sie beispielweise jeden Monat einen ETF auf den Dax erwerben, so brauchen sie anfangs kein hohes Startkapital. In diesem Fall genügt ein monatlicher Betrag den sie für den Aktienhandel bereitstellen. So haben sie nach einer überschaubaren Zeit einiges an Kapital angespart und investiert. Der Dax ist dabei relativ breit diversifiziert. Mit dem Kauf eines ETF´s auf den Dax investieren sie immerhin in 30 Aktien. Ein lohnenswerter aktiver Aktienhandel an der Börse ist mit ein- oder zweitausend Euro jedoch nur begrenzt möglich.

Wenn sie ihren Anlagehorizont jedoch deutlich erweitern möchten, so sollten sie mit einigen tausend Euro investieren können. Ab einer Summe von rund 25000 Euro ist eine breitere Diversifikation (im Sinne der Asset Allocation) in Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffe möglich. Auch sind sie dann in der Lage ein aktives Risikomanagement in ihr Handeln an der Börse zu integrieren.

Die Wahl eines Brokers für den Handel mit Aktien und die Geldanlage ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Handelsstrategie. Je nachdem wie sie ihr Geld anlegen möchten, sollten sie unterschiedliche Schwerpunkte bei der Auswahl ansetzen. Verfolgen sie eine saisonale Aktienstrategie auf Siemens oder Volkswagen mit nur wenigen Trades pro Jahr, so spielen die Transaktionskosten eine eher untergeordnete Rolle. Auch der saisonale Handel mit ETF`s auf den Dax, den S&P500 oder den MDax fällt in diese Betrachtung.

Bevorzugen sie eine Geldanlage in Optionen und Zertifikate, so bietet ein Broker mit Emittentenverträgen große Vorteile. Bei einiger dieser Broker können sie Optionen und Zertifikate ausgesuchter Emittenten auf Aktien, Devisen oder Fonds kostenlos oder stark vergünstigt handeln. Der Handel erfolgt dabei meist außerbörslich.

Bedingt ihre Aktienstrategie eine starke Handelsaktivität, so bieten einige Broker kostenlose Aktienkurse in Echtzeit. So sind sie in der Lage adhoc Börsenkurse auf den Dax, MDax oder S&P500 sowie Aktienkurse auf beispielsweise Volkswagen, Siemens oder Addidas zu beobachten.

Darüber hinaus bieten einige Broker eigene Handelssoftware mit integrierten Funktionen an. So können sie ihre Orders auf Aktien direkt im Chart platzieren, Stops setzen oder eigene Chartanalysen durchführen. Die Broker eigenen Softwareangebote unterscheiden sich dabei mitunter recht stark. Um die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebote vergleichen zu können, bieten viele Broker Testdepots an. Nach einer Registrierung können sie die Handelssoftware in einem Demodepot einige Wochen ausgiebig testen. So lernen sie zudem die Börse besser kennen und können Versuche in der Chartanalyse durchführen.

Ein weiteres Kriterium ist der von ihnen bevorzugte Handelsplatz. Möchten sie beispielsweise vornehmlich in amerikanische Aktien, Anleihen und Fonds investieren, so bietet sich eine Order an der NYSE oder einem der vielen weiteren Handelsplätze an. Natürlich ist es auch möglich eine Aktie wie Microsoft in Frankfurt zu erwerben. Dabei sollten sie jedoch immer die Umsätze der jeweiligen Aktie im Auge behalten. Niedrige Umsätze bedeuten meist auch schlechtere Konditionen bei der Ausführung. Einige amerikanische Aktien aus der zweiten und dritten Reihe weisen oftmals verschwindend kleine Umsätze in Deutschland auf, dies kann sich für sie nachteilig auswirken. In diesen Fällen ist es geboten den Börsenplatz mit den höchsten Umsätzen zu wählen, dies ist meist die Heimatbörse in den USA, Australien, Japan oder Großbritannien. In diesem Fall lohnt sich ein Vergleich der Konditionen für den Handel an ausländischen Börsen. Einige Broker bieten dabei besonders gute Leistungen, die den Handel mit Aktien an diesen Börsen attraktiv machen.

Die „Richtige“ Wahl eines Brokers ist aus diesen und weiteren Gründen eine individuelle Angelegenheit. Je nach bevorzugter Anlagestrategie und dem Horizont der Geldanlage sollten sie differenzierte Schwerpunkte bei ihrer Brokerwahl ansetzen.

Wir erstellen unsere Backtests auf Aktien und Indizes wie die BASF, Allianz oder den Dax mit größter Sorgfalt. Unser Ziel ist dabei Strategien für eine erfolgreiche Geldanlage zu entwickeln. Die Bandbreite des zeitlichen Horizontes reicht dabei von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten, in Ausnahmefällen Jahren. Am Anfang eines Backtestes stehen einige Fragen. Was soll getestet werden? Welche Indikatoren möchten wir anwenden und was soll der Basiswert sein? Haben wir uns für eine Strategie entschieden erfolgt die Programmierung. Bei der Auswahl der Daten auf Aktien und Indizes greifen wir meist auf end-of-day Datensätze zurück. Strategien die auf diesen Daten basieren, können in der Regel leicht nachgehandelt und umgesetzt werden.

Nach dem Backtest erfolgt die Auswertung. Welche Ergebnisse erbrachte die Testreihe und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Wichtig ist dabei die Beantwortung der Frage, wie „stabil“ die Ergebnisse sind. Unter der Stabilität eines Backtests verstehen wir die Unveränderlichkeit der Ergebnisse gegenüber kleinen Änderungen im Verhalten des Basiswerts. Was ist damit gemeint? Ich möchte dies am Beispiel des Dax erläutern. Der Dax ist ein Index welcher starke Trends herausbildet und in diesen Phasen starke Wertzuwächse verbucht. Nehmen wir an, die Wertzuwächse würden in Zukunft nicht mehr so stark ausfallen. Eine Handelsstrategie die zuvor durch einen Backtest verifiziert worden ist wird nicht mehr so hohe Renditen generieren können, wenn sie trendfolgend ausgerichtet ist. Ist die Strategie der Geldanlage jedoch stabil, so wird der Rückgang der Performance moderat und in einem plausiblen Rahmen erfolgen. Die Strategie wäre im Normalfall immer noch rentabel.  Handle ich jedoch eine Strategie auf den Dax, deren Backtestergebnisse „instabil“ waren, so können kleine Veränderungen im Verhalten des Dax zu starken Schwankungen in der Rendite der Handelsstrategie führen. Ein vollständiges Versagen der Anlagestrategie kann die Folge sein. Dies tritt besonders häufig bei der Methode des Data-Mining hervor. Dabei überlässt man es der Software eine geeignete Kombination aus Indikatoren und Signalen zusammen zu stellen um möglichst gute Ergebnisse im Dax, Nikkei oder dem Dow Jones zu erzielen. Jedoch sind die Handelsstrategien dann so stark auf das Verhalten des Basiswertes in der Vergangenheit zugeschnitten, dass sie bei kleinen Veränderungen im Verhalten des Wertes völlig andere Renditen erzielen. Diese sind meist deutlich schlechter. Aus diesem Grund führen wir kein Data-Mining auf Aktien und Indizes durch. Am Beginn eines Tests steht unsere Strategie fest. Wir testen nur, was unseren eigenen Vorstellungen und Analysen entspricht. Im Ergebnis erhalten wir in der Mehrzahl der Analysen stabile Handelsstrategien die eine positive Wertentwicklung ihrer Geldanlagen erwarten lässt.

Aber nicht nur positive Ergebnisse eines Backtests auf Aktien oder Indizes sind aufschlussreich. Besonders interessant sind Strategien die nicht funktionieren. Dies ist besonders oft bei Anlagetipps der Fall, also Anlagestrategien die an mancher Stelle als erfolgreich angepriesen werden. Abhilfe schaffen hier nur eine ausgiebige Analyse der Strategie und ein hinterfragen der Thesen. Im besten Fall wird ein Backtest durchgeführt.

Dies ist die Frage die viele Anleger beschäftigt. Auf diese einfache Frage gibt es eine einfache Antwort, die richtige Aktie gibt es nicht. Dies ist natürlich eine etwas provokante Aussage unsererseits. Wir analysieren Aktien und Indizes hauptsächlich aus technischer Perspektive. Dabei spielt das Unternehmen welches hinter einer Aktie steht eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist dabei die Charakteristik im Kursverlauf die sich im Chart wiederspiegelt. Aus diesem Grund ist die Frage nicht welche Aktie oder Index soll ich wählen, sondern vielmehr welche Strategie wende ich an? Nicht jede Anlagestrategie ist in jeder Marktlage gut geeignet. Liegt ein starker Trend in einer Aktie vor, so bieten sich Trendfolgestrategien an. Verläuft ein Index oder eine Aktie seitwärts, so kann eine Anlagestrategie mit Trendfolge nur bedingt funktionieren. Ein Beispiel dafür ist die SMA (200) Strategie auf den Nikkei. Der Nikkei unterscheidet sich in seiner Charakteristik deutlich vom Dax. Während der Deutsche Aktienindex starke, langanhaltende Trends ausbildet, verläuft der japanische Nikkei in kurzen Trendphasen eher seitwärts. Ähnlich verhält es sich bei Aktien. Hier verlaufen die Wertpapiere von Siemens und der Lufthansa auf Sicht von drei Jahren tendenziell seitwärts während die Aktien von Fresenius und Vonovia starke Trends ausgebildet haben. Als gute Aktien sind demnach solche Wertpapiere einzustufen welche eine hohe Liquidität und Handelbarkeit sowie ausgeprägte Charakteristika aufweisen. Alle Aktien aus dem Dax, dem MDax und dem SDax können als ausreichend liquide angesehen werden, analog verhält es sich mit Aktien aus dem Dow Jones und dem S&P500 sowie vergleichbaren Indizes. Die Charakteristik im Verlauf des Charts wird in vielen Fällen von der Art der Unternehmung beeinflusst. Ein junges aufstrebendes Unternehmen mit wenigen Kunden und überschaubarer Marktkapitalisierung wird einen anderen Verlauf im Aktienchart aufweisen als ein Blue Chip wie die Allianz oder Volkswagen. Dies liegt an der Dynamik mit der sich ein Unternehmen entwickeln kann. Der Aktienkurs einer kleinen Aktiengesellschaft wird anders auf einen Großauftrag reagieren als ein big player, von dem die Marktteilnehmer erwarten, dass er große Aufträge für sich verbucht. Darüber hinaus existieren natürlich noch weitere interne Faktoren die den Aktienkurs eines Unternehmens beeinflussen. Zu den externen Einflussfaktoren können wir beispielsweise die Aufmerksamkeit rechnen, die einer Aktiengesellschaft entgegengebracht wird. Ein Unternehmen rückt in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit, wenn es beispielsweise vom MDax in den Dax aufsteigt oder besonders brisante Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Ein Beispiel in der jüngsten Vergangenheit ist die Abgasaffäre bei Volkswagen oder die Zinsmanipulationen bei der Deutschen Bank.

Diese und noch viele weitere Umweltfaktoren können einen Einfluss auf den Aktienkurs einer Aktie ausüben und sind für die Charakteristik im Chart verantwortlich. Fundamentale Unternehmensdaten sind eher für die Wertentwicklung von Aktien auf größeren Zeitskalen interessant. Für Aktienstrategien die einen Anlagehorizont von wenigen Wochen oder drei bis sechs Monaten anstreben sind fundamentale Unternehmenswerte eher sekundär.

Die Wahl einer Anlagestrategie für ihre persönliche Geldanlage ist ein wichtiger Schritt. Je nachdem welche Art und Weise der Anlage in Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe sie bevorzugen, bieten sich differenzierte Handelsstrategien an. Zum einen ist zu bedenken wie aktiv sie sich dem Handel mit Aktien oder anderen Wertpapieren widmen möchten. Können sie sich täglich dreißig bis sechzig Minuten ihrem Depot zuwenden, so bieten sich Aktienstrategien wie der StochasticK oder SMA (4) auf den SDax an. Ist ihre Zeit stärker begrenzt oder wollen sie sich nicht täglich mit ihrer Geldanlage auseinandersetzen, so sollten sie eine Anlagestrategie wie den SMA (200) auf den Dax oder eine Aktie wie die Allianz anwenden. In beiden Fällen ist ihre Handelsaktivität eher gering und es genügt die Signale einmal wöchentlich zu kontrollieren.

Neben dem zeitlichen Aspekt bei der Wahl ihrer Aktienstrategie sollten sie weitere Faktoren in ihre Entscheidung einbeziehen. Eine wichtige Frage dabei ist ihre Bereitschaft zum Risiko. Prinzipiell ist eine Geldanlage in Aktien oder einen Index wie den Dax nicht vollkommen risikolos. Dieses Risiko lässt sich aber auf ein individuelles Maß reduzieren, ohne dabei merklich auf Renditechancen verzichten zu müssen. Sollten sie bereit sein hohe Risiken einzugehen, dann investieren sie in nur wenige Titel ohne besondere Diversifikationseffekte große Beträge ihres Portfolios in die einzelnen Trades. Möchten sie ihr Risiko reduzieren so erwerben sie breiter gestreut in Aktien, Anleihen und Rohstoffe unter Ausnutzung der Diversifikation. Untersuchungen haben gezeigt, dass es auf lange Sicht keinen Vorteil erbringt hohe Risiken einzugehen. Ein langfristiger Erfolg an den Börsen ist mit einer aktiven Risikokontrolle deutlich wahrscheinlicher.

Desweiteren spielen ihre persönlichen Vorlieben für bestimmte Assetklassen eine Rolle. Unter Umständen möchten sie nicht in Rohstoffe oder Devisen investieren. Dann wäre ihr Investment auf Aktien und Anleihen beschränkt. Es macht aber durchaus Sinn sich von solcherlei Einschränkungen zu befreien. Unter Bezugnahme aller Anlageklassen lassen sich deutliche Diversifikationseffekte erzielen. Sollten sie an ihren selbst auferlegten Beschränkungen festhalten, so ist die Möglichkeit der Streuung zwar eingeschränkt, aber nicht vollkommen ausgeschlossen. In diesem Fall kann man durch den Kauf von Aktien aus bestimmten Ländern oder Branchen eine Diversifikation nach Währungen und Rohstoffen über einen Umweg erzielen. Erwerben sie eine Aktie eines Rohstofflieferanten aus Russland, wie Rosneft oder Gazprom so investieren sie gezielt in die Öl- und Gasbranche. Damit gehen sie zwar auch ein Währungsrisiko ein, da die Unternehmen aber international ausgerichtet und an den weltweiten Börsen gehandelt werden, ist dieses Risiko begrenzt.

Ein letztes Kriterium, welches sie in ihre allgemeine Anlagestrategie einfließen lassen sollten, ist ihr persönliches Lebensalter und ihre damit verbundenen Ziele. Haben sie gerade ihre Ausbildung beendet und starten ins Berufsleben, so können sie systematisch Vermögen aufbauen und einen hohen Anteil an Aktien in ihr Depot buchen. Haben sie bereits eigene Kinder und stehen mitten im Leben, so haben sie sicher andere Präferenzen, dann kann es sinnvoll sein in weniger volatile Aktien und Assets zu investieren. Verfügen sie bereits über Vermögen und stehen kurz vor ihrer Pensionierung oder Rente so möchten sie vielleicht nur für wenige Jahre Geld aktiv anlegen und dies möglichst mit geringer Schwankung in der Rendite. Dann bietet sich ein geringerer Anteil an Aktien, dafür ein umso größerer an Anleihen und Garantieverschreibungen an.

Unter Bezugnahme dieser und weiterer Kriterien sollten sie ihre Anlagestrategie wählen. Dabei muss ihre Entscheidung nicht endgültig sein. Es spricht nichts dagegen die persönlichen Kriterien für eine Geldanlage in Aktien, Anleihen, Devisen und Co zu überdenken und die jeweilige Strategie anzupassen.

Wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Trading-Strategie einige einschlägige Suchmaschinen nutzen, stoßen sie schnell auf eine Vielzahl von Angeboten. Empfohlen werden einzelne Handelssysteme, ausgewählte Aktien oder kombinierte Produkte. In vielen Fällen sollen sie nach Möglichkeit ein Abonnement für einen Börsenbrief oder die Einsicht in ein Musterdepot abschließen. Diese Angebote können durchaus seriös sein und für den einzelnen Anleger Vorteile erbringen. Bei vielen Angeboten sollten sie allerdings misstrauisch sein. Viele Anbieter von Musterdepots oder Börsenbriefen präsentieren in ihrem Auftritt nur Erfolge. Von Wertzuwächsen im zwei- oder gar dreistelligen Bereich innerhalb von wenigen Monaten wird dort gesprochen. Dies ist durchaus im Bereich des Möglichen, aber doch sehr unwahrscheinlich. Selbst sehr gute Strategien auf den Dax, SDax oder MDax können in einem Jahr keine dreistelligen Wertzuwächse erzielen. Auch ein Warren Buffet oder erfahrene Fondmanager greifen oftmals bei der falschen Aktie zu. Dies ist aber normal und nicht verwunderlich. Verwunderung sollte aber aufkommen, wenn ihnen jemand verspricht seit Jahren nur Gewinne erwirtschaftet zu haben ohne Aktien mit Verlust abgestoßen zu haben. Das sind Versprechen die in nahezu allen Fällen der Fantasie entspringen und sie nur dazu nötigen sollen einen Börsenbrief zu abonnieren. Ein seriöser Anbieter arbeitet transparent und legt zumindest die Grundlagen seiner Geldanlage in Aktien oder den Dax offen. Auch sollten die einzelnen Trades kommentiert oder erklärt werden, um diese nachvollziehen zu können. Zudem sollten die Empfehlungen für einen Kauf/Verkauf von Aktien oder ETF auf den Dax und andere Indizes so verkündet werden, dass sie auch zeitnah gehandelt werden können. Einige Anbieter geben ihre Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Aktien erst nach Börsenschluss bekannt, sie haben dann erst am nächsten Handelstag die Möglichkeit die Aktie an der Börse zu erwerben oder zu verkaufen. Damit wird Marktmanipulation deutlich erleichtert, besonders wenn es sich um Penny-Stocks handelt. Sie sollten ohnehin sehr vorsichtig sein mit Empfehlungen auf Aktien die bisher keine oder nur schwache Umsätze zu verbuchen hatten. Wird eine Aktie empfohlen und die Umsätze steigen dabei zeitgleich um mehrere hundert oder tausend Prozent, so deutet dies auf vorsätzliche Manipulation hin. Ein Beispiel dafür ist Markus Frick der mittlerweile zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Er hatte in einem kostenpflichtigen Börsenbrief eine Aktie aus dem Penny-Stock Segment empfohlen, die kaum Umsätze aufzeigte. Nach seiner Empfehlung stiegen der Aktienkurs und die Umsätze der Aktie rasant. Das Spektakel war nach ca. zwei Wochen beendet, der Aktienkurs viel wieder in den einstelligen Cent-Bereich und die meisten Anleger verloren fast 90% ihres Investments.

Seien sie also misstrauisch, wenn ihnen jemand das Blaue vom Himmel verspricht. Eine erfolgreiche Geldanlage in Aktien wie Siemens oder Indizes wie den Dax erfordert nachhaltige Strategien mit guter Diversifikation. Wir von wertpapier-strategien.de haben uns zur Aufgabe gemacht sie dabei zu unterstützen. Transparenz, Vertrauen, Objektivität und Nachhaltigkeit sind dabei die Grundpfeiler unserer Arbeit.

Je nach Marktumfeld kann es sinnvoll sein eine Geldanlage in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe zu tätigen. Pauschal ist kein Anlageprodukt zu bevorzugen. Bei hohen Zinsen kann eine Geldanlage in Anleihen mit guter Bonität sehr attraktiv sein, wenn dabei das Ausfallrisiko als gering eingestuft wird. Die Situation in Europa und in weiten Teilen der Volkswirtschaften ist aber eine andere. Um wirtschaftliche Impulse zu setzen, haben die Zentralbanken die Leitzinsen seit dem Jahr 2007 stetig gesenkt. Das Zinsniveau liegt im Moment deutlich unter einem Prozent, eine Zinswende ist dabei noch nicht abzusehen. Dementsprechend ist die Verzinsung von Anleihen mit guter Bonität und geringem Ausfallrisiko ebenfalls gesunken.

Aus diesem Umfeld heraus ist eine Geldanlage in Aktien sehr attraktiv. Die langfristigen Gewinnaussichten sind sehr positiv. Aktien bieten aber mehr als nur gute Gewinnaussichten. Wenn sie eine Geldanlage in Aktien aus dem Dax, MDax oder SDax tätigen, ist eine hohe Liquidität gewährleistet bei unveränderter Gewinnerwartung. Legen sie ihr Geld beispielsweise in einen Sparbrief mit 10-jähriger Laufzeit und einem Zinssatz von 3% an, so ist dieses Vermögen für diesen Zeitraum gebunden und für sie nicht ohne weiteres erreichbar. Sie erhalten zwar den fest vereinbarten Zinssatz, eine Partizipierung am gesamtwirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen oder ihrer Bank ist aber nicht möglich.  Aktien ermöglichen dies. Sie lassen sich zu den regulären Handelszeiten an den Börsen jederzeit veräußern, die Gutschrift des Verkaufserlöses erfolgt dabei meist innerhalb von Stunden oder eines Tages. Sie partizipieren am Erfolg des Unternehmens und erhalten bei positivem Geschäftsverlauf eine entsprechende Dividende.

Die Börsen innerhalb Deutschlands aber auch international setzen in ihren Leitindizes, wie auch in den Indizes der Small- und Midcaps hohe Standards. Dies beginnt bei der Offenlegung der Bilanzen nach internationalen Vorschriften und endet bei der Handelbarkeit der Aktien eines Unternehmens.  Dies erhöht die Sicherheit und Transparenz für Anleger. Zudem sind sie in der Lage die Aktien oder Unternehmen besser miteinander zu vergleichen und sich ein eigenes Bild der wirtschaftlichen Situation zu verschaffen.

Bei einer Geldanlage in Aktien haben sie zudem die Möglichkeit ihr Vermögen selbstbestimmt anzulegen. Sie selbst können entscheiden in welche Unternehmen sie investieren möchten. Dabei muss und sollte ihre Geldanlage sich nicht auf ein Unternehmen stützen. Das Schlüsselwort heißt in diesem Fall Diversifikation (weiterführende Informationen „Asset Allocation“). Dabei können sie in verschiedene Unternehmen einer Branche oder in unterschiedliche Branchen investieren. Natürlich könne sie Unternehmen meiden. Sie sind mit den Praktiken oder den Geschäftsmodellen bestimmter Unternehmen nicht einverstanden? Dann meiden sie diese, die Entscheidung liegt in diesem Fall bei ihnen.

Ein weiterer Aspekt sind die geringen Handelskosten für Aktien und Anleihen. Bei ausgewählten Brokern können sie für deutlich unter 5€ Aktien handeln. Die kosten sind dabei deutlich geringer las bei einem Vertragsabschluss in ihrer Bank. Bei einem Ordervolumen von 1000€ und einer Handelsgebühr von rund 5€ belaufen sich die Kosten auf ca. 0,5%. Dies ist überschaubar und aufgrund der Aussichten am Aktienmarkt vertretbar. Zudem sind sie in der Lage auch kleine Investitionen tätigen zu können. In der Regel können Aktien ab einem Stück gekauft und verkauft werden. Je nach Stückkosten einer Aktie sind damit theoretisch Geldanlagen im ein- und zweistelligen Eurobereich möglich. Zu beachten ist aber das sich die Handelskosten dann schnell auf 50% der Ordersumme belaufen, eine Wirtschaftlichkeit kann in diesem Fall durchaus in Frage gestellt werden.

Für eine Investition in Aktien spricht demnach:

  • hohe Liquidität
  • hohe Standards von Aktien in den Indizes wie dem Dax, MDax oder SDax
  • langfristig positive Gewinnaussichten
  • Partizipation am Erfolg von Unternehmen
  • breit gefächerte Anlagemöglichkeiten in Aktien verschiedener Unternehmen
  • Möglichkeit eigenständiger Anlageentscheidungen
  • geringe Handelskosten
  • auch kleine Investitionen möglich

Um Anlagestrategien beurteilen zu können, gibt es diverse Möglichkeiten. Die einfachste Variante eine Trading-Strategie zu testen besteht im Selbstversuch. Dabei legen sie ein Musterdepot (bspw. Onvista) an und handeln ihre Strategie mit Aktien oder auch ETF auf Indizes. Der Vorteil besteht darin, dass sie ihre Art zu traden schulen und verschiedene Assets ohne den Einsatz von Geldmitteln ausprobieren können. Der entscheidende Nachteil ist dabei im Zeitaufwand zu sehen. Um ihre persönliche Trading-Strategie durch nachhandeln zu testen können Monate oder gar Jahre vergehen, bevor sie handfeste Ergebnisse erhalten. Zudem ist es denkbar, dass in ihrer Testphase bestimmte Marktsituationen nicht auftreten (sprunghafte Kursverluste, seitwärts gerichtete Marktphasen, etc.). In diesem Fall sind ihre „Ergebnisse“ nicht aussagekräftig genug um eine klare Vorstellung von den Entwicklungsmöglichkeiten und Risiken ihrer Trading-Strategie zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Trading-Strategie abschätzen zu können besteht im Vergleich mit ähnlich aufgebauten Anlagestrategien. Sie haben sich bspw. mit den Anlagestrategien verschiedener Fonds und deren Managern auseinandergesetzt. Dabei möchten Sie aber nicht direkt in einen Fond investieren, sondern ihre Geldanlage in Aktien selbst managen. Sie wählen eine Trading-Strategie, die der anderen Fonds ähnelt. Nun könnten sie ihre Entwicklungsmöglichkeiten sowie ihr Risiko durch einen Vergleich mit diesen Fonds abschätzen. Der Vorteil besteht darin, dass Sie diese Vergleiche selbst vornehmen können und keine externe Hilfestellung benötigen. Die größte Unsicherheit bringt jedoch die Frage der Vergleichbarkeit mit sich. Unterscheidet sich ihre Trading-Strategie nur in geringem Maße von der eines Vergleichsfonds, so werden die Ergebnisse die sie erzielen mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich ausfallen. Verfolgen sie jedoch eine stark abgewandelte Strategie in Bezug zu einem Vergleichsfonds, so ist eine objektive Abschätzung kaum mehr möglich. Zudem steht immer die Frage im Raum, ob der Fondmanager seine Handelsstrategie vollständig preisgibt oder nach weiteren, ihnen unbekannten Kriterien, Anlageentscheidungen trifft.

Eine weitere Möglichkeit eine Trading-Strategie mit Aktien oder Indizes testen zu können besteht in der Durchführung eines Backtests. Ein Backtest kann dabei innerhalb kurzer Zeit auf eine Vielzahl von Aktien und Indizes angewendet werden. Grundlage ist dabei eine breite Basis an historischen Kursdaten. Liegen die entsprechenden Daten vor, so lassen sich nahezu alle Szenarien, Strategien, Muster und Indikatoren auf technischer Seite testen. Die Tests können innerhalb kurzer Zeit durchgeführt und ausgewertet werden. Um die Backtests entsprechend gestalten zu können, sind umfangreiche Kenntnisse in der Programmierung diverser Softwarelösungen erforderlich. An dieser Stelle können wir unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung in der Gestaltung von Backtests einbringen.  Wir sind dabei in der Lage die Renditeerwartungen aber auch das entsprechende Risiko einer Trading-Strategie abschätzen zu können. Dies verschafft ihnen einen immensen Wissensvorsprung und entsprechendes Selbstvertrauen bei der Umsetzung ihrer Anlagestrategie. Die von uns veröffentlichten Trading-Strategien stellen dabei nur eine Orientierung dar.

Haben sie eine eigene Handelsstrategie entwickelt und möchten sie diese von uns testen lassen, so stehen wir ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite. Dabei können wir sowohl Handelskosten sowie steuerliche Aspekte bei der Bewertung ihrer Trading-Strategie berücksichtigen. Zögern sie nicht uns zu kontaktieren. Sie erreichen uns unter support1@wertpapier-strategien.de Wir antworten schnellst möglich und klären die Details zur Umsetzung und Implementierung ihrer Strategie.

Backtests

  • Was wird unter einer Optimierung verstanden?
Unter Optimierung wird das Variieren verschiedener Parameter einer Strategie verstanden. Am Beispiel der SMA-Cross Strategie, wird hier die Periodenzahl des verwendeten einfachen gleitenden Durchschnitts variiert. Ziel einer Optimierung ist es eine günstige Einstellung/Parametriesierung einer Strategie zu finden. Klassischerweise wird ein Startwert sowie ein Endwert angegeben. Anschließend wird für jede Einstellung ein Backtest der Strategie durchgeführt.