Voestalpine – profitabler Stahlkocher

Aufgrund einer Leserzuschrift, wollen wir uns diesmal einen Titel aus der Stahlbranche zuwenden. Die Rede ist von Voestalpine (ISIN: AT0000937503). Mit Sitz in Linz, Österreich betreibt der Konzern in mehr als 50 Ländern Standorte. Zu den größten Abnehmern zählt der Konzern die Automobilindustrie, die Luftfahrt sowie die Öl- und Gasindustrie (Energieindustrie).

Ergänzend dazu bedient der Konzern die Branchen:

  • Bahn
  • Bauindustrie
  • Hausgeräte, Konsumgüter
  • Lagertechnik
  • Maschinen- und Stahlbau

Kommen wir zu den fundamentalen Kennzahlen!

Dividende

Seit 2011/2012 hat der Konzern seine Dividende kontinuierlich gesteigert, in den letzten Jahren jeweils um 0,05€. Zuletzt wurde hierbei eine Dividende von 1,403€ je Aktie gezahlt. In Bezug auf den aktuellen Xetra Schlusskurs (Stand 07.09.18) mit 36,65€ bedeutet dies eine Dividendenrendite von 3,83%. Für den Abschluss 2018/2019 geht man aktuell von einem Ergebnis auf dem Vorjahresniveau aus, hält der Konzern jedoch an seiner bisherigen Dividendenstrategie fest so dürfte dieser die Dividende um 0,05€ erhöhen oder aber zumindest bei rund 1,40€ belassen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Zuletzt wurde ein Gewinn von 4,40€ je Aktie vermeldet. In Bezug auf den aktuellen Xetra Schlusskurs (Stand 07.09.18) mit 36,65€ bedeutet dies ein KGV von 8,33. Das ist historisch gesehen kein schlechtes Ergebnis, doch wie sieht es in der Peer-Group aus? Unternehmen  aus der Peer-Group:

  • Salzgitter (9,31)
  • ThyssenKrupp (14,822)
  • Arcelor-Mittal (5,536)
  • Klöckner (9,93)

(Die Ergebnisse wurden von Comdirect.de zu den jeweiligen Werten entnommen, Stand 07.09.2018)

Kurs-Umsatz-Verhältnis

Beim KUV schneidet die Voestalpine mit einem Wert um die 0,5 vergleichsweise gut ab (Arcelor-Mittal 0,48). Wichtig, das KUV liegt unter eins!

Kurs-Buchwert-Verhältnis

Beim KBV notieren die Aktien von Voestalpine knapp über eins, im Vergleich zur Peer-Group weist der Wert das zweit höchste KBV auf, der Vergleich wurde hierbei wieder zu den vier oben genannten Unternehmen gezogen.

Fundamentale Zusammenfassung

Lasst uns nun ein kleines Zwischenfazit ziehen: fundamental befindet sich Voestalpine in einer guten Verfassung. Unabhängig von der gewählten Peer-Group, kann eine robuste Eigenkapitalquote im Bereich von 40% ausgewiesen werden. Einen Punkt wollen wir an dieser Stelle jedoch nochmals herausstellen: Voestalpine konnte in den vergangenen Jahren beständig Gewinne ausweisen, selbst zu Zeiten der Krise konnte Voestalpine wirtschaftlich arbeiten. Und das ist ein Punkt welcher diesen Konzern abhebt.

Quelle für fundamentale Kennzahlen: http://www.voestalpine.com/group/de/investoren/kennzahlen/

Chart

Wir ihr wisst, lassen wir gerne ein paar Gedanken zum Chart einfließen. Konzentriert haben wir uns auf mögliche Unterstützungen, als Basis dient dabei ein Chart auf Tagesbasis wie ihr ihn auf https://www.tradingview.com/chart/?symbol=VIE%3AVOE  finden könnt.

Folgende Unterstützungen lassen sich ausmachen:

  • 35,39€
  • 28-28,20€
  • 22€
  • 20€
  • 18€
  • 9€ Tief aus dem März 2009

Fazit

Voestalpine ist ein interessantes Investment, vom Hoch bei 54,96€ hat man sich mittlerweile deutlich entfernt. Eine erste Positionierung werden wir im Bereich bei rund 28€ vornehmen.

Achtung: Die Inhalte von Wertpapier-Strategien.de stellen weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung von Finanzprodukten oder Finanzdienstleistungen dar. Die Ausführungen dienen lediglich dem Informationszweck und sind keine Handlungsempfehlung. Die angebotene Analyse ist nicht mit einer professionellen Analyse gleichzusetzen, die Veröffentlichung spiegelt lediglich die Meinung des Autors wieder. Bitte beachtet unseren Risikohinweis und Haftungsausschluss.

1 Kommentar

  1. Hallo, wieder ein sehr interessanter Wert und natürlich dazugehöriger Artikel. Sieht ja recht interessant aus bei den fundamentalen Daten, vor allem wenn man in der Peer-Group schaut was dort bei einigen so los ist. Scheint mir auf jeden Fall ein zu beobachtender Wert zu sein. Bei der technischen Analyse hätte ich noch die Anmerkung evtl. abzuwarten bis ein letztes Hoch (Tagesbasis) überschritten wurde und dann zu handeln. Somit greift man nicht in ein “fallendes Messer” wie es so schön heißt und kann ggf. niedrigere Kurse zum Einstieg abpassen. Eine Garantie dass der Wert dann nicht weiter fällt ist das auch nicht aber eine mögliche Strategie. Zusammenfassend VIELEN DANK für den Artikel und den Hinweis auf diesen Wert!

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